Kennen Sie
Knistertüten? Zwei Stoffe werden zusammengenäht - darin enthalten Knisterpapier
und wenn die „Tüten“ dann gedrückt werden, sind Geräusche zu hören. Kleine
Kinder lieben sie! Bunte Farben, Tastsinn und Klang sind für sie eine
aufregende Erfahrung und regen ihre Sinne an.
Das Live
To Love - Team in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Tagen ein
Mutter-Kind-Heim und eine Wohngruppe in Hörstel und Ibbenbüren besucht, um die
jungen Familien, die dort Unterstützung finden, im Rahmen des
Live-To-Love-Care-Projekts mit Weihnachtsgeschenken zu überraschen - unter anderem
auch mit den beliebten, selbstgenähten Knistertüten.
Und es
gab noch mehr für die Kleinen zu entdecken an Spielen, Handpuppen, Stofftieren,
gestrickten Schals und Handschuhen - die den jeweiligen Altersklassen entsprechend
zusammengestellt wurden. „Bewegend wie die Kinder sich ebenso über
Kleinigkeiten, wie die selbstgebackenen Kekse oder auch Haarspangen gefreut
haben“, sagte Melanie Lange von der LWL-Einrichtung in Ibbenbüren.
Einige Kinder staunten ganz still - andere
liefen vor Aufregung in den Räumen umher.In diesen sehr liebevoll
eingerichteten Unterkünften finden junge Mütter, Kinder und Väter einen Ort, wo
sie sich in herausfordernden familiären Situationen Rat holen können und den
Umständen angemessen begleitet werden.
Eine sehr wertvolle Arbeit, welche die Mitarbeiter dort leisten! Danke für den herzlichen Empfang!
„Glück - es ist genau hier und jetzt“, resümiert Live To Love-Teamlead Anke aus Ibbenbüren und ihre Kollegin Stefanie, bewegt von den vielen sehr energetischen Augenblicken: „Ich bin immer wieder fasziniert, wieviel diese kurzen, aber sehr intensiven Begegnungen in mir bewegen.“
Für Live To Love Teammitglied Barbara aus Werlte
bedeuten die Aktionen "pures Glück, füreinander zu sorgen und da zu
sein".
In Hamburg besuchten wir wieder Senior/innen in Winterhude und Altona:
Viele bemühen sich außerordentlich das Beste aus der Zeit der Einschränkungen
zu machen. Einige erleben sie zum Teil weniger restriktiv als im Frühjahr, denn
sie haben ihre eigenen Methoden gefunden, leichter damit umzugehen.
Bei der
Übergabe der Geschenktütchen haben wir neben Büchern, Hörbüchern und
Zeitschriften auch Mund-Nasen-Schutzmasken angeboten.
Viele wurden von einer
Mitarbeiterin des Gnadenschutzhof Sol Luna e.V. genäht, den Live To Love seit
vielen Jahren unterstützt.
Eine ältere Dame, die wir trafen, erinnerte sich an
die Weihnachtstage im vergangenen Jahr und erzählte uns von ihrem
Bandscheibenvorfall - bewegungsunfähig habe sie in München festgehangen. Der
aktuelle Lockdown mache ihr nicht viel aus - sie sei noch immer glücklich und
dankbar darüber wieder laufen zu können.
Eine Frau vertreibt sich die Zeit des Lockdowns mit dem Schnitzen von Holzfiguren, die die Geschichten ihrer Freundin illustrieren sollen. Bei der Übergabe der Geschenktütchen zeigte sie uns die tanzenden Füchse, die sich auf ihre Menschwerdung eines Tages freuen. Langweilig sei ihr auf keinen Fall! Den Heiligabend werde sie aus Sicherheitsgründen in der Wohnung verbringen, um für die Bewohner des Hauses Weihnachtslieder auf ihrem Klavier zu spielen. Es mache sie froh, den Nachbarn damit eine Freude sie zu bereiten. „Es reicht mir zu wissen, dass sie an mich denken.“
Unsere Besuche bei den Obdachlosen, bei den Einsamen, den Verlassenen - sich mit dem tiefen, sogar tiefstem Leid von Menschen zu konfrontieren, erfordert zuweilen tatsächlich viel Kraft. Das Gewahrsein der Einsamkeit und der teilweise extrem traurigen Schicksale benötigt häufig auch Zeit zum Verarbeiten.
Da wir mit unseren Aktionen jedoch vor allen Dingen eine positive
Überraschung und Freude hervorrufen, schenkt uns diese Energie neben vielen
gehaltvollen Erkenntnissen, eine enorme Motivation immer weiter und weiter zu
gehen.
In diesem Sinne können wir Nachahmungen also nur empfehlen.Wir wünschen
allen ein glückliches Weihnachtsfest - und versprechen unser Wiedersehen im
neuen Jahr!











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